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Ramadan 2020

Die genaue Dauer und der Zeitpunkt des Ramadans richtet sich dabei jeweils nach der Stellung des Mondes. Die Ramadan Zeiten 2020 - 2022 sind wie folgt: 

Ramadan 2020 beginnt am 24. April 2020 (Beginn) und dauert bis zum  23. Mai 2020 (letzter Fastentag).

Der tatsächliche Termin kann 1-2 Tage davon abweichen.

Ramadan 2021 beginnt am 13. April 2021 und endet am 13. Mai 2021

Ramadan 2022 beginnt am 2. April 2022 und endet am 2. Mai 2022

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Was ist Ramadan

Der Ramadan ist der muslimische Fastenmonat und demnach eine der wichtigen Perioden im muslimischen Jahr. Die Begrifflichkeit Ramadan steht allerdings nicht nur für die Fastenzeit, sondern markiert gleichzeitig den neunten Monat im Islamischen Kalender. In diesem sind alle Monate gesondert benannt. Entsprechend folgt der Ramadan auf den Sha’aban, danach folgt der Shawwal.

Ramadan Kalender

Im Ramadankalender sind die Zeiten der fünf islamischen Pflichtgebete genauer definiert.

Die fünf Säulen des Islam

Die hohe Bedeutung des Ramadans für die Muslime lässt sich leicht erklären, da er eine der fünf Säulen des Islam ist. Bei den fünf Säulen handelt es sich um die wichtigsten Regeln für das Leben eines Moslems. Diese lauten wie folgt:

  • öffentliches Glaubensbekenntnis
  • tägliches rituelles Gebet
  • soziale Spende
  • Fasten während dem Ramadan
  • Wallfahrt nach Mekka

Während die Wallfahrt nach Mekka nur einmal im Leben vorgeschrieben wird (optional aber häufiger stattfinden kann), sollen die anderen Regeln immer befolgt werden. Genau deshalb ist das Fasten während des Ramadans auch so wichtig, denn diese Säule des Islam soll jeder gläubige Moslem jedes Jahr vollziehen. Wichtiger ist unter den fünf Säulen des Islam ansonsten nur das tägliche rituelle Gebet.

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Wann ist der Ramadan?

Da es sich beim Ramadan um einen gesamten Monat handelt, läuft die Fastenzeit unterschiedlicher ab als in anderen Glaubenskreisen. Die genaue Dauer und der Zeitpunkt des Ramadans richtet sich dabei jeweils nach der Stellung des Mondes. Das führt auch dazu, dass der Ramadan jedes Jahr entweder 29 oder 30 Tage dauert.

Wer sich nicht auf Kalender verlassen will, kann den Beginn des Ramadans auch direkt vom Himmel ablesen. Das erklärt sich dadurch, dass es sich beim Islamischen Kalender um eine Art Mondkalender handelt. Sobald der Neumond das erste Mal sichtbar ist, beginnt der Ramadan. Die Fastenzeit läuft dann einen kompletten Mondzyklus.

Das Ende des Ramadans wird entsprechend durch das Verschwinden des abnehmenden Mondes markiert. Damit ist das komplette Abnehmen gemeint – der Mond darf also nicht mehr sichtbar sein. Der neue Monat des Islamischen Kalenders beginnt dann mit der erneuten Sichtbarkeit des ersten Neumondes.

Findet der Ramadan überall zum gleichen Zeitpunkt statt?

Durch die Zeitverschiebung und regionale Unterschiede in den Mondphasen beginnt der Ramadan nicht weltweit am selben Datum beziehungsweise zur selben Zeit. Teilweise beginnt die Fastenzeit für Muslime damit etwas früher oder etwas später. Die Dauer von 29 beziehungsweise 30 Tagen ist allerdings weltweit gleich.

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Welche Tage sind beim Ramadan wichtig?

Der komplette Ramadan dreht sich allen voran um einen Tag. Die Nacht der Bestimmung (Laylat al-Qadr) ist der mitunter wichtigste Tag im Islamischen Kalender und wird entsprechend besonders gefeiert. Die gesamte Fastenzeit hängt nach der Überlieferung von diesem Tag ab. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich bei Laylat al-Qadr um die Nacht, in der der Prophet Mohammed seine Bestimmung erhalten haben soll. Die Begrifflichkeit ist durch die Übersetzung dabei umstritten. In der Literatur ist deshalb die Rede davon, dass Mohammed die erste Offenbarung erhalten hat. Keine Einigkeit herrscht auch darüber, wann genau die Nacht der Bestimmung ist. Fest steht nur, dass dieser Tag am Ende des Ramadans und an einem ungeraden Tag gefeiert wird.

Die Auslegungen gehen dabei aber recht weit auseinander. Das führt dazu, dass die Laylat al-Qadr in manchen Glaubenskreisen bereits am 21., in anderen dagegen erst am 29. Tag des Ramadans begangen wird.

Der zweitwichtigste Tag im Ramadan ist der Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens), der in den ersten zwei bis vier Tagen des Folgemonats Shawwal liegt. Dieser Tag markiert demnach das Ende der Fastenzeit. In besonders gläubigen Kreisen endet die Fastenzeit allerdings nur dann, wenn der
Neumond auch sichtbar ist. Sofern das wetterbedingt nicht möglich ist, wird die Fastenzeit fortgesetzt. Sie läuft dann solange, bis der Neumond wieder komplett sichtbar ist. Teilweise dauert der Ramadan unter besonders gläubigen Muslimen mehrere Tage bis zu einer Woche länger. In Deutschland lebende Muslime praktizieren den Ramadan aber gewöhnlich nach dem Kalender und richten sich nicht nach der Sichtbarkeit des Mondes.

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Wie läuft das Fasten im Ramadan ab?

Das Fasten im Ramadan läuft nach einem vergleichsweise einfachen Muster ab: Gefastet wird ab dem Zeitpunkt des Sonnenaufgangs bis zum Sonnenuntergang. Dadurch, dass der Ramadan je nach Jahr in verschiedene Jahreszeiten fallen kann, unterscheidet sich auch die konkrete Dauer des täglichen Fastens. In den Wintermonaten wird entsprechend meist nur etwa acht bis zehn Stunden gefastet, in den Sommermonaten dagegen bis zu 16 Stunden. Gesundheitlich ist das Fasten nur dann nicht bedenklich, wenn die traditionelle Morgenmahlzeit eingenommen wird. Das sogenannte Suhoor wird meist von der gesamten Familie oder einem gesamten Gläubigenkreis gemeinsam zelebriert bevor die Sonne aufgeht.

Nach Sonnenuntergang folgt eine weitere Mahlzeit mit dem Namen Iftar. Wie genau die Mahlzeit aufgebaut ist, unterscheidet sich je nach Kulturkreis. Zurückzuführen ist das nicht nur auf unterschiedliche Geschmäcker, sondern schlichtweg auch die Verfügbarkeit von Lebensmitteln. Heutzutage ist dieses Problem zwar weniger relevant, doch die traditionellen Mahlzeiten der verschiedenen Kulturkreise haben sich großenteils gehalten. Die frühe Mahlzeit besteht meist aus vielen Kohlenhydraten, während die späte Mahlzeit recht leicht ist. Oft handelt es sich dabei beispielsweise nur um eine Suppe.

Relevant ist eine weitere Unterscheidung bezüglich des Fastens im Ramadan. Die meisten Muslime verfolgen ein recht einfaches Fasten. Sie essen schlichtweg während des Tages nichts und nehmen nur die Mahlzeiten Suhoor am Morgen und Iftar am Abend ein. Manche Muslime praktizieren allerdings auch ein strenges Fasten. Bei diesem ist die Zusammenstellung der morgendlichen und abendlichen Mahlzeiten meist vorgeschrieben. Dazu kommt, dass strenge Muslime während der Fastenzeit tagsüber auch nichts trinken. Besonders in Sommermonaten kann der Verzicht auf Flüssigkeiten allerdings gesundheitlich problematisch werden. Auch deshalb wird das strenge Fasten nur noch in sehr wenigen Kulturkreisen praktiziert.

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Wer muss im Ramadan fasten?

Grundsätzlich ist die Fastenzeit als eine der fünf Säulen des Islam für jeden Moslem eine Pflicht. Es gibt allerdings einige Ausnahmen von der Regel, die allen voran gesundheitliche Gründe haben. Kinder müssen beispielsweise nicht fasten. Erst ab der Pubertät wird das Praktizieren des Ramadans zu einer der Pflichten eines Moslems.

Auch im hohen Alter – eine genaue Schwelle wird hier der Überlieferung nach nicht gesetzt – muss nicht mehr gefastet werden. Grundsätzlich heißt es, dass die Fastenzeit immer dann praktiziert werden muss, wenn ein Moslem "geistig und körperlich gesund" ist. Entsprechend fällt die Fastenzeit auch dann aus, wenn gesundheitliche Probleme auftreten.

Zusätzlich gibt es klar festgeschrieben Ausnahmeregelungen. Nicht gefastet werden muss demnach in den folgenden Situationen:

  • bei Krankheiten
  • während der Menstruation
  • während der Schwangerschaft
  • in der Stillphase


Zusätzlich kann der Ramadan ausgesetzt werden, wenn ein Moslem auf Reisen ist. Grundsätzlich gilt allerdings für alle nicht altersbedingten Ausnahmeregelungen, dass die Fastenzeit in einem anderen Monat nachgeholt werden muss. Sollte sich ein Moslem trotz gesundheitlicher Probleme oder einem der anderen genannten Gründe dennoch für ein Fasten im Ramadan entscheiden, sollte dies immer unter strenger ärztlicher Aufsicht geschehen. Ansonsten drohen ernstzunehmende gesundheitliche Probleme.

Warum ist der Ramadan für Moslems so wichtig?

Abgesehen von den fünf Säulen des Islam spielt der Ramadan für einen gläubigen Moslem aus mehrerlei Gründen eine wichtige Rolle. Besonders wichtig ist die Selbstdisziplin. Demnach soll in der Fastenzeit eine bessere Kontrolle über die eigenen Bedürfnisse gewonnen werden.

Ebenfalls wichtig sind mit der Opferbereitschaft und der Selbstkontrolle zwei Eigenschaften, die während des Ramadans gelernt und eingeübt werden sollen. Um das zu erreichen, soll die Fastenzeit dazu führen, dass Gläubige sich von weltlichen Dingen abwenden und dadurch ihre Seele reinigen. Eine weitere Charaktereigenschaft, die während des Ramadans eine wichtige Rolle spielt, ist die Hilfsbereitschaft. Ein Moslem soll in dieser Zeit besonders großzügig an diejenigen geben, die weniger haben.

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